Sundowner Schillig mit dem 21er Flysurfer Speed 4 Lotus

Wie sagt man so schön? Man soll die Rosinen rauspicken..Aufgrund eines markanten Wetterumschwungs in Kroatien entschieden wir uns nach zwei Wochen weiter zu reisen um den Sommer noch ein wenig genießen zu können. Zielort war diesmal die Westseite des Niederländischen Ijsellmeeres. Als wir ankamen wurde uns allerdings erst einmal ein ordentlicher Dämpfer verpasst. Blaualgenteppich hurra!Schillig-Sundowner

Auf die Brühe hatten wir keine Lust (zudem Gesundheitsgefährdend), somit gings flux weiter nach Schillig im schönen Ostfriesland Deutschlands. Windvorhersage war maßgeschneidert für den 21er Lotus = Lowwind.

 

Ein kleines Video von einem tollen Sundowner findet ihr hier: Klick

 

 

 

Ukusno Kroatien – Ein wenig den Sommer nachholen

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Aufgrund des nassen Sommers der vergangenen Wochen entschieden Ela und Ich uns auf den Weg in wärmere Gefilde zu machen, bevor die Snowkitesaison wieder hereinbricht. Bulli gepackt mit Sack und Pack und gib ihm. 1400 km lagen diesmal vor uns. Mit ein bischen Brumm Brumm, Möp Möp,Mautgebühren und viel Wasser auf der Fahrbahn kämpften wir uns durch den Regen durch Süddeutschland, Österreich, Slowenien und final durch das Velebit-Gebirge in Kroatien. Auf den letzten Kilometern wurde uns eine klare Ansage von Mr. Bura persönlich gemacht. Starke Windböen peischten übers Velebit-Gebirge und zwangen viele zu langsamen Fahren oder die Zweirradfahrer zum Absteigen. Weißte Bescheid. Als Ziel fuhren wir das verträumte kleine Städchen Nin bei Zadar an. Warum? Weil es hier die besten Kitesurfbedingungen des Landes gibt. Zumindest, wenn man nicht scharf auf Steilküste und gefährlichen Kiteeinstiege mit zerklüfteten Felsformationen steht.
Nin bietet eine stehtiefe Bucht für die Monsterwakestylekillerkitern oder den flachen Wasserspeedpistenjägern oder einfach nur traumhafte Bedingungen für Anfänger und entspannte Freeridesessions.
Der „offizielle“ Kitespot mit ansässiger Kiteschule Surfmania liegt mitten auf einer Sandbank, welche die Bucht und die Adria von einander trennen. Choppy Konditionen kannste auf Meerseite haben mit traumhaften Blick aufs Velebit-Gebirge. Mit peischender Bura sind auch ein paar kleine Wellen drin. Bura ist DER Wind welcher aus Nord, Nordost vom Velebit-Gebirge runterkommt und in den ersten Tagen Dir die Shorts vom Hintern reißen kann. Nicht umsonst werden die Dächer der Wohnhäuser sehr massiv gebaut…
Bura bringt Wind mit bis zu 100 km/h – am Anfang am stärksten – bringt meist wechselhaftes Wetter, sorgt allerdings dafür das Du mit dem 8/9er viel Spaß bekommst. Wind kommt Onshore. Mit abflachenden Bura werden die Bedingungen humaner und Du nimmst Dir nen 12er in die Pfoten und kitest bis zum Umfallen meist 3-5 Tage durch, denn Du weißt nicht was danach kommt. Bura ist meist ein wenig Böig aber machbar und wie ich finde der beste Wind den die Ecke zu bieten hat.
Mit steigenden Temperaturen wird der Spot auch von Thermik unterstützt, welche meist am frühen Nachmittag beginnt. Aufgrund des meist eher böigen Windes liegts Du mit einem 12er und etwas größerem Brett genau richtig um auch stärke Böen abzufedern und Windlöcher zu durchgleiten. Vor und nach Bura gibts Maestral aus West. Gut und Sideshore. Ostwind kommt übers Festland und der Stadt daher löchrig. Besser auf Meerseite raus, da die Bucht zu sehr abgedeckt ist.
Wenn der Wind aus Süd kommt (der Jugo), dann gibts meist Regen und ablandigen Wind. Den hatten wir allerdings nicht. Rundum ist der Spot fast genau so gut wie der Ringköbing Fjord in Dänemark, zwar weniger Wind, dafür aber Badewetter und Shortstime!

Aber nun zurück zum Trip. In den ersten beiden Nächten lies uns der Bura nicht schlafen. Der Bulli wurde kräftig durchgerüttelt und unserem Vorzelt wurde alles abverlangt. Sturmbänder sind Gold wert!
Campen kann man rund um den Kitespot an verschiedensten Stellen. Einfach mal Google-Maps bemühen. Aufpassen bei der Platzwahl, besser keine Senke nehmen. Es gab während des Aufenthaltes mehrere Monsunartige Regenfälle und setzten so ziemlich jeden Campingplatz komplett unter Wasser.
Oder man nimmt sich ein Apartmani direkt am Wasser.
Nachdem der Sturm sich ein wenig gelegt hat, war mein 12er das Mittel der Wahl und ich hatte 3 Tage die wärmsten Sessions meines Lebens. Shorts und Lycra, herrlich! Kleine Freeride-Orgie entlang der Küste entnehmt Ihr bitte dem Youtube-Link am Ende.

Der Ausblick bei schönem Wetter aufs Velebit-Gebirge ist einfach nur traumhaft. Das Wasser glasklar und die Temperaturen eine Wohltat nach den letzten feuchten Wochen in DE. Im gesamten Urlaub flog ich den 12er. An windlosen Tagen reichte leider auch nicht der 21er Flysurfer Speed 4 Lotus vom Mischa um ein bischen Spaß zu haben. Der Wind lag dann meist bei 0-7 kn. Völliger Strömungsabriss und somit war auch nicht an eine geile Leichtwindsession zu denken. Naja, wäre der 21er nicht mit dabei gewesen, dann hätte es wahrscheinlich gar keinen Wind gegeben. Kennt Ihr ja ;-). Wenn man ein paar Tage gekitet ist, dann wird man wenigstens entspannter und erkundet auch ein bischen das Land. In Nin selbst gibt es ein paar kleine Läden, die ältestete und kleineste Kirche des Landes, Überbleibsel von den Römern und fantastisches Essen. Abends Essen bei einheimischer Livemusik draußen bei lauhem Lüftchen, unbedingt ein Muss. Sehr lecker, gut und günstig.
Wenn Ihr Party braucht, dann setzt Ihr Euch in den Linien-Bus (fahren stündlich) und fahrt nach Zadar, da wird die Nacht zum Tag. Frisches Gemüse gibts an jeder Ecke direkt aus dem Garten. Mmmhhhhh, lecker. Einheimische sind sehr freundlich – Hier ist man als Tourist noch willkommen!

Nach knapp zwei Wochen kündigte sich leider wieder viel Regen an, das brauchen wir nicht. Kurz um wir reisen weiter und der Sommer geht weiter allerdings an anderer Stelle ;-). Lasst Euch überraschen.

Link Youtube: Klick

 

 

Spottip – Niederlande Zeeland und Zuid Holland

Nachdem wir an der Ostsee mit feinstem Flachwasser verwöhnt worden sind, wurde es für uns wieder Zeit in welligeren Gefilden aufzubrechen. Kurzum. 10 Tage Zeeland sollten es sein.

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Warum? Die Provinzen Zeeland und Zuid-Holland bieten eine umfangreiche Spotvielfalt für jegliche Windrichtungen und Bedingungen für Anfänger bis Fortgeschrittene auf wenige Quadratkilometer und sind aus Westdeutschland (Ruhrpott etc.) in ca. 3 Stunden erreichbar. Der Kultspot schlechthin lautet Brouwersdam. Dieser stellt am Wochenende den Hotspot in den Niederlanden dar.
Für alle die den „Damm“ noch nicht kennen, stellt euch vor ihr packt alle eure Freunde in ein 10 Quadratmeter großes Wohnzimmer, packt dazu noch alle Haustiere und anschließend die Freunde eurer Freunde, bis es so richtig voll wird!
Dann dürfte dieser Zustand genau das Bild darstellen, welches euch am Wochenende am Damm erwartet. Bei gutem Wind findet ihr hunderte Kiter dicht gedrängt am Damm vor. Von Freitag Abend bis Sonntag herscht hier Ausnahmezustand und tagsüber steht hier alles an Basecamps von guten alten Kombis bis zum luxuriösen LKW-Wohnmobil mit ausfahrbaren Erkern. Allein dieser Anblick der vielvältigen Reisemobile ist die Reise wert. Die meisten Leute reisen über die N57 an. Zum Spot gehts direkt über den Damm welcher die Nordsee von dem Grevelingermeer abtrennt. Und hier liegt auch der Grund allen Übels begraben. Kostenlos geparkt wird direkt am Strand (Wasser). Das erklärt warums hier so voll wird. Vor Ort findet man eine gute Infrastruktur vor und die Kiddis können vom Wohnmobil aus dem Papa oder der Mama beim Kiten zuschauen. Kiteshops und Kiteschulen gibt es auch genügend. Wer eine gute Ausgangslage erwischen möchte mit entsprechendem guten Blick aufs Wasser, muss morgens schnell sein. Denn Übernachten ist am Damm verboten und man muss jeden Tag aufs Neue los. Für die Frühaufsteher hab ich einen Geheimtipp. Fahrt sehr früh Morgens zum Damm. Setzt euch mit einem Campingstuhl oben auf dem Damm mit einem leckeren Kaffee und schaut Euch ein grandioses Spektakel an, ala „Deutscher Urlauber markiert seine Liege am Pool mit Handtuch“. Einfach nur Herrlich. Innerhalb von wenigen Minuten werden alle Dünen und Strandzugänge mit Hängern, Wohnwagen und Wohnmobilen zugebaut. Das muss man erlebt haben. Aber warum lohnt sich die Anreise, wenn doch alles so voll ist. Man kann es ähnlich beantworten wie die Glaubensfrage um einen Surferbus. Der Spot ist einfach Kult. Sobald man dort ist umgibt einem ein besonderes Urlaubsfeeling unter Gleichgesinnten. Es stimmt sonst einfach alles vom Parken, zum Essen und die sanitären Einrichtungen.

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Kitebar sind alle westlichen Winde. Beginnend im Süden des Dammes, gibt es sogar ein umfangreiches Stehrevier. Wer mehr Platz braucht, der fährt einfach zum Strandpavillion „De Kous“ weiter nördlich und kitet bis zur Badezone. Aber vorsicht, die netten Leute von der Politie kassieren gnadenlos Zonenüberschreitungen ab. Und glaubt nicht, die warten nicht auf Euch! Spart Euch den Ärger und haltet Euch an die gut ausgeschilderten Zonen.
Übernachtungsmöglichkeiten gibt es massig in der Nähe. Vom Minicamping bei einem Landwirt oder in luxuriösen Bungalow ist hier alles geboten. Günstig ist Zeeland allerdings nicht. Für eine Woche Bungalow zahlt man im Schnitt 650 EUR. Eine Nacht Camping kostet zwischen 13- 20 EUR. Haltet Ausschau nach Minicamping. Wild campen im Bus, kann richtig teurer werden und wird garnicht gern gesehen. Selbst in ruhigen Seitenstraßen klopfen Ordnungshüter einem aus dem Bus. Die Strafe beläuft sich auf ca. 70 EUR Bußgeld und muss sofort gezahlt werden.
Davon solltet ihr Euch allerdings keinesfalls abschrecken lassen. Statistiken beweisen, dass um die Gegend Brouwersdamm/Renesse die Sonne am meisten scheint. Kann es morgends noch regnen, ziehen die Wolken schnell vorbei und lassen die Sonne ab Mittag wieder strahlen.
Was gibts noch? Der Damm bietet moderate Bedingungen, weil dieser von einem sehr breiten Sandbankgürtel vor der offenen Nordsee geschützt ist. Somit findet ihr hier keine gescheiten Wellen. Eine alternative bietet 20 Kilometer südlich Vrouwenpolder. Hier gibts mehr Strömung und man findet draußen auch super Wellen vor. Hier gehen bereits sehr viele mit Direktionalboards raus. Allerdings ist der Weg vom Parkplatz bis zum Wasser schon sehr umfangreich und kostet 4 EUR am Tag. Wenn der Brouwersdamm zu voll ist, gibt es mit Ouddorp auch noch eine gute Alternative. Liegt ca. 5 Kilometer nördlich vom Damm und bietet bei entsprechendem Wind gute Wellen. Auch hier ist der Weg zum Wasser recht weit, allerdings kann man hier kostenlos parken. Alle Windrichtungen von West bis Nord sind kitebar. Alles andere ist ablandig.
Braucht ihr stehrevier, dann müsst ihr zum „Autostrand“ Oostvoorne fahren. Durfte vor ein paar Jahren noch mit dem Auto befahren werden, heute nicht mehr. Die Oostvoornse Bucht, ist das größte Stehrevier an der niederländischen Nordsee. Aus diesem Grund schulen hier sogar Deutsche Kitesurfschulen. Wer auf tolle Atmosphäre und Umgebung wert legt, sollte diesen Spot allerdings meiden. Denn das Drumherum könnte ziemlich schnell aufs Gemüht gehen. Der Weg zum Spot führt vorbei an Schwerindustrie und riesigen Ölraffinerien. Geschuldet der Nähe zum Rotterdamer Hafen. Hier ist der Nabel Europas zur Welt!
Geparkt wird kostenlos und der Weg zum Wasser ist elendig weit. Aus diesem Grund wirds hier auch nicht so voll wie am Damm. Hier lohnt sich eine Handkarre. Vor Ort gibt es neuerdings auch ein Strandkaffee, sehr modern und man hat einen tollen Blick auf die Bucht. Zusätzlich gibt es eine sanitäre Einrichtung mit Duschen.

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Wem die drei Hauptspots noch nicht reichen und so richtige Wellen braucht, der fährt nach Maasvlakte, welches vor Kurzem nach Umbau wieder eröffnet wurde. Dieser liegt an der Ausfahrt des Rotterdamer Hafens. Lange Zeit nannte man den Spot „Dead-Men-Point“. Maasvlakte ist einer der krassesten Spots den Zuid-Holland zu bieten hat. Bei sehr starken westlichen Winden, türmen sich hier brachiale Wellen auf. Dieser Spot ist definitiv nur etwas für erfahrene Kiter. Die Strömung im Wasser ist wegen der exponierten Lage sehr stark. Freigegen wurde der Spot nun auch für Wassersportler, allerdings mit dem Hinweis „Auf eigene Gefahr“. Geparkt wird auch hier direkt am Wasser. Dann gehts ein paar Meter über den Deich. Wer es erst mal ein wenig Ruhiger angehen lassen möchte, der geht direkt am Anfang raus. Hier gehen auch die meisten Leute rein. Möchtest Du direkt die volle Dröhnung, dann fahr bis zum Ende des Deiches und tob Dich aus! Das man hier nicht alleine raus geht versteht sich hoffentlich von selbst. Alle westlichen Winde gehen gut. Ab ca. 25-30 kn wird hier die Brandung richtig heftig.
Was macht man Abends? Entweder mit Freunden am Grill chillen oder Party in Renesse! In Renesse reiht sich eine Discothek an die andere. Nicht das Trinkgeld für die Türsteher vergessen, was hier üblich ist 😉
Was macht man bei NO-Wind und Schlechtwetter? Da habt ihr unzählige Möglichkeiten. Chillen am Strand. Einkaufen und Sightseeing in den größeren Städten wie Renesse, Vlissingen oder Innenstadt Zieriksee. Leihen von Stand-Up-Paddle-Boards am Brouwershaven Surfzentrum am Greevelingermeer oder ein Besuch im Neltje Jans Erlebnis Freizeitbad. Dies und noch viele weitere Möglichkeiten gibt es in Zeeland.

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Spottip – Ostsee Reloaded

Ihr wisst noch nicht, wohin der nächste Kitetrip gehen soll? Dann verrate ich Euch einen Ort an dem die Welt kitetechnisch noch in Ordnung ist!
Anfang Mai machten wir uns auf den Weg zur Ostsee. Der kleine Ort Pepelow (Liegt zwischen Rostock und Wismar) sollte es diesmal sein, da wir noch nie an der Ostsee waren. Kein Scherz. Wie sind wir auf Pepelow gekommen? Freunde empfahlen uns die Gegend. Dann mal los, denn Freunde täuschen sich ja schließlich nicht. Zugegebenermaßen, hatte ich bis dato ein paar kleine Vorurteile gegen die Ostsee als eingefleischter Niederländisch-Deutscher-Nordsee-Wellen-Freak. „Da gibts bestimmt immer noch keine Bananen im Tante-Emma-Laden, auf den Straßen sieht man Pferdekutschen statt Autos und die Strände sind geprägt vom Deutschen Massentourismus. Allen voran der Deutsche Pauschaltourist in weiße Sportsocken und Sandalen!“. So schlimm war meine Vorstellung natürlich nicht, aber die Panzer aus kommunistischen Zeiten rollten in meinen Gedankenblasen bergauf und bergab…
Nach einer anstrengenden Autofahrt –  A1-Fahrer wissen was ich meine – wurde die Landschaft immer freizügiger und ländlicher. Nachdem wir das letzte Stück über unendliche Landstraßen mit Pferdekutschenbreite hinter uns brachten und den letzten Hügel überquerten da erblickten wir die Bucht von Pepelow, das Salzhaff, welches mit türkis-blauem Wasser erstrahlte. Ein Moment der Ruhe kehrte ein und wir dachten einfach nur wow! Eindeutig „The Beach“ Deutschlands nur ohne Canabis-Plantagen und schwerbewaffnete Plantagenarbeiter. Nach der Ruhe kam der Sturm im wahrsten Sinne des Wortes. Der Wind schaukelte sich allmählich auf und drückte mit bis zu 30 kn aus Nordwest. Da konnte ich natürlich nicht in aller Seelenruhe meinen Koffer auspacken und erst mal das Ferienhaus inspizieren. Deshalb wurde natürlich wieder hektisch hin und her gesprungen wie Hemmi im Zuckerschock und ich wollte nur eins, ab zum Spot!
Da ich mich schon am ersten Morgen nicht mehr bewegen konnte, war der
Auftakt mehr als gelungen. Was sollte jetzt noch schiefgehen?
Vor der Tür lag nun also das Salzhaff, eine traumhafte Bucht mit tollem Flair.
Als beste Windrichtung gilt alles was aus Westen kommt. Alles andere ist zwar kitebar aber meist etwas böiger, da der Wind z.B. bei Ost-Touch über Land kommt. Dennoch ist auch der ablandige Wind kitebar und halbwegs sicher, da man in weiten Teilen der Bucht Stehrevier vorfindet.
Direkt in Pepelow an der Bucht befinden sich zwei Campingplätze und ein Surferdorf namens „San Pepelone“. Hierher pilgern viele Windsurfneulinge und machen hier ihre ersten Meter auf dem Windsurfbrett. Wer hier bei schönem Wetter hindurchschlendert wird definitiv seinen Augen nicht trauen und fühlt sich weit in den Süden versetzt. Das Surferdorf ist geprägt von mediteranen Bauten, Palmen und südländischem Flair. In Worten kann man diese Atmosphäre garnicht beschreiben. Man muss es selbst erlebt haben. Wenn hier bei jemanden noch nicht das ultimative Surffeeling nach der Session aufkommt, der sollte vielleicht mal über ein anderes Hobby nachdenken…
Wer keine Lust auf selber kochen hat, findet auch im Ort Pepelow direkt am Wasser einen Imbisswagen. Somit müsst ihr nach der Kitesession nicht noch weit durch die Gegend fahren.
Die kitebaren Tage lagen Dank meines 19er Speed bei 99%. Bei Ostwindlage findet man eine lokale Thermik vor, die mehr Wind beschehrt als vorhergesagt. Vorausgesetzt es wird warm genug. In der Woche hatten wir eine Schönwetterlage mit Nordostwind erwischt. Da der Wind in Pepelow selbst leicht ablandig wehte und somit recht böig war, gingen wir weiter östlich in „Boiensdorf“ kiten. Hier kommt der Wind bei NO unverwirbelt an. In Boiensdorf gibt es eine ansässige Kiteschule und einen großen Parkplatz. Die Tagesgebühr beläuft sich auf 4 EUR. Aufgebaut wird auf einer riesigen kurz gemähten Wiese in unmittelbarer Nähe zur Kiteschule. Der Parkplatz befindet sich direkt am Wasser und man muss nicht weit laufen. Sanitäre Einrichtungen sind auch vorhanden sowie eine kleine Pommesbude für den kleinen Hunger zwischendurch. Wem das Flachwasser zu langweilig ist, der kitet einfach Richtung NW zur Landspitze und findet hier ein paar kleine Wellen zum Spielen. Aber Vorsicht! Zwischen der Insel „Kieler Ort“ und der Landzunge „Boiensdorf“ gibt es einen Düseneffekt bei NO. Als ich dort reinkitete musste ich schnell am Depowertampen rupfen, da der Wind hier zwei Gänge stärker blies. Zu meiner Verwunderung existiert auch an dieser Stelle ein riesiges Stehrevier.
Die nächste große Einkaufsmöglichkeit befindet sich in „Neubukow“. Hier findet ihr die üblichen Supermärkte.
Wer auf Wellen und offene Ostsee steht der fährt eindeutig nach Rerik. Rerik hat einen schönen kleinen Hafen mit Promenade und Cafes. Zudem können die Weibchen hier ein wenig Shoppen und schlendern gehen. In direkter Nähe ist auch die Ostsee. Weit hinein ragt ein großer Pier. Von dem aus man tolle Fotos schießen kann, für die Poser unter euch ;-). Rerik hat teils eine Steilküste zu bieten und bietet auch sonst eine sehr tolle Kulisse. Auf Monsterwellen dürft ihr hier allerdings nicht hoffen. In Strandnähe gibt es ca. 100 Meter stehrevier.
Als NoWind-Alternative legen wir euch die Städte Wismar und Rostock ans Herz. Die Innenstadt von Wismar ist sehr schön und bietet viele Einkaufsmöglichkeiten. Wer auf eine chillige Rundfahrt den Hafen von Rostock erkunden möchte, mietet sich einfach ein Solarboot und tut dies auf eigene Faust. Kostet pro Stunde 20 EUR und man braucht kein Führerschein.
Genug der Worte, schaut es euch an! Es lohnt sich!

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Eiskalt erwischt!

Mit dem Osterwochenende wurde für mich endlich wieder die Kitesurfsaison eingeläutet. Mit ein paar Freunden und Ela machte ich mich auf den Weg nach Ostfriesland und wir quartierten uns in direkter Nähe vom Wasser ein. Von der schlechten Wettervorhersage ließen wir uns nicht beeindrucken und trotzten dem launischen April. Wassertemperaturen von 5 Grad und Lufttemperaturen von ca. 6 Grad waren doch fast schon wie Sommer…
Nach der morgendlichen Anreise am Karfreitag, hielt uns das Verlangen nach einer fetten Session nicht lange in unserem warmen Ferienhaus. Am Strand angekommen, verkrochen sich unsere Köpfe sehr schnell unter unseren Wollmützen und hinter den Kragen unserer Winterjacken. Es war eisig, der Windchill lag bei 2-3 Grad. Zu blöd, wenn man keinen Winterneo hat… Kurz die Lage gecheckt ging’s dann auch schon aufs Wasser. Der Wind reichte für 12er Kites. Mit dem ablaufenden Wasser wurde die Session zwangsbeendet und nun hieß es erst mal heiß duschen und den Abend bei Heißgetränken ausklingen zu lassen. Der Platz an der Heizung war hart umkämpft.
Tag 2 begann recht kurios. Da ich ein echter Frühaufsteher bin, zog es mich bereits vor 7 Uhr aus dem Bett und ich machte Frühstück für den Rest der Bande. Mit einem Kaffe in der Hand stand ich vor der warmen Heizung, schaute aus dem Fenster und traute meinen Augen kaum. Es fing an zu Schneien! Dieser Moment hatte etwas von einem frühen winterlichen Morgen zur Weihnachtszeit. Alle schliefen noch, draußen war kein Geräusch zu vernehmen und leise rieselten die Schneeflocken zu Boden…
Nachdem wir nach dem Frühstück, dem Windgott Opfergaben in Form von verbrannten Stabdrachen überreichten, zeigte sich dieser zufrieden und schenkte uns auch für diesen Tag Wind. Für unsere 14er Kites reichte es dicke. Ganz traurig waren wir nicht über den eher „bescheidenen Wind“, es war auch schon so kalt genug ohne 30 kn um die Nase geweht zu bekommen. Diesmal gingen wir wieder mit ablaufendem Wasser raus, bis zum bitteren Ende. Schlamm soll ja bekanntlich gut für die Haut sein. Der Abend endete auch wieder grandios. An diesem Abend wurden die traditionellen Osterfeuer entzündet. Überall in der Gegend brannten große Feuer und waren schon weit aus der Ferne zu erkennen. Dachte im ersten Moment es wurden Leuchtfeuer wie in Heer der Ringe entzündet um den Endkampf einzuläuten! Puuh, aber noch mal Glück gehabt! Keine Orks unterwegs getroffen.
Wir nutzten ein Feuer um uns schön aufzuwärmen und noch mal Opfergaben in Form von Deltastabdrachen ins Feuer zu werfen. Diese hatten wir zuvor von einer Drachenwiese aufgesammelt. Als Brandbeschleuniger echt brauchbar. Die letzten beiden Kitetage forderten den ersten Tribut und es ging früh ins Bett…
Ostersonntag: Nun konnte uns nichts mehr so schnell aus der Ruhe bringen. Auch an diesem Morgen gab es einen kurzen Schneeschauer. Laut Wettervorhersage sollte kein Lüftchen an diesem Tag wehen. Am Wasser stellten wir aber eine leichte Brise fest. Zeit also um endlich meinen 19er Speed auch mal auf dem Wasser auszuprobieren. Da ich befürchtete, dass der Wind zum Nachmittag ganz einschläft, bewaffnete ich mich mit meiner alten Blümchen Door und ging bereits bei Hochwasser raus. Im unteren Windbereich waren es 7 kn, im oberen 15 kn. Der Spot gehörte mir, mir ganz allein! Es war eine traumhafte Leichtwindsession bei Sonnenschein! Um noch mal auf den Titel dieses Berichtes zurück zu kommen, gab es an diesem Tag eine kurze Schreckminute. Der Wind lag zwischen 7-15 kn. Nach einer Stunde der Session schlief der Wind schlagartig ein, sodass
der 19er vom Himmel fiel. Da hieß es Ruhe bewahren. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass der Wind nun Feierabend gemacht hatte. Somit harrte ich wenige Minuten im Wasser aus, während mir das 5 Grad kalte Wasser in den Nacken lief. Diese wenigen Minuten kamen mir sehr lang vor. Schwimmen war nicht drin, da die Strömung noch zu stark war, ich konnte den Wattboden nur mit den Zehenspitzen berühren. Dann plötzlich, nach der Windpause, blies dieser wieder aus einer neuen Windrichtung. Den 19er konnte ich sofort wieder aus dem Wasser starten, dass Board einsammeln und an Land draggen. Das reichte nun für diesen Tag.
Leute, kitet mit Bedacht und Verstand. Wenn ihr in solchen Situationen gelangt, bewahrt Ruhe, dann könnt ihr auch klar denken und wisst was zu tun ist. Wenn nichts mehr gegangen wäre, dann hätte ich sofort Hilfe durch meine Freunde erhalten.
Um diese Story aber nicht düster enden zu lassen, möchte ich noch mal meine Begeisterung für die super Leichtwindeigenschaften des 19er Speeds aussprechen. In Kombination mit einem großen Brett, einfach unschlagbar. Diese Situtation hat mir aufgezeigt, dass man sich auch auf einen Flysurfer Kite (Foilkite) in Grenzsitutionen hundert prozentig verlassen kann und die auf dem Wasser liegende Matte sehr gut wieder gestartet bekommt, wenn man mit der nötigen Ruhe ans Werk geht.
Da wir jeden Tag erst bei ablaufendem Wasser rausgingen, nutzten wir die übrige Zeit für tolle weitere Unternehmungen. Es machte richtig Spaß den neuen Nachwuchskitern auf der Drachenwiese in Dornumersiel zuzuschauen, welche u.a. von Emmanuel trainiert worden sind. An diesem Wochenende fand nämlich auch das KLBA Young Guns Camp statt. Hierzu wird Emmanuel mit Sicherheit noch ausführlich berichten. Ein weiteres Highlight war mein erstes Groundhandling mit einem Gleitschirm. Könnte ein weiteres Hobby werden…Genug der Worte!

Wir sehen uns auf dem Wasser
euer
Chris

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Macht hoch den Kite, der Speed springt weit

sie ist gekommen, die Weihnachtszeit…

Endlich ist er da, mein erster 19er Speed 3 natürlich in der Deluxe
Variante und leutet für mich eine neue Kite-Ära ein. Denn es
ist mein erster eigener Flysurfer Kite. In Aachen steht ab sofort neben
Lukas ein zweiter Ansprechpartner zur Verfügung. Freue mich auf meine
erste Session mit dem Speed. Bis dahin und schöne Feiertage!

Mein diesjähriges Weihnachtsmotto: Think Big!

Euer Chris

sp3Deluxe