Ostern an der Küste – 3. Lauf Deutsche Kitebuggy Meisterschaft

Ostern in Sankt Peter Ording
Am Anfang möchte ich mich mal kurz vorstellen. Ich bin Tom Scheppan, 20 Jahre jung und Student in Cottbus (Brandenburg). Ich fahre seit 2006 Kitebuggy und seit etwa 2010 Deutsche Meisterschaften mit. Ich fahre schon immer Ozonekites und habe schon ein Stück Entwicklung dieser miterlebt. Begonnen haben wir mit den Hakas, dann über Yakuza GT, Quantum, Chrono V1 und Chrono V2 bis ich letztendlich bei der R1V2 gelandet bin. Vor kurzem habe ich auch noch übers Wakeboarden zum Kitesurfen gefunden und entwickle dort jetzt meine zweite Leidenschaft neben dem Kitebuggy fahren. Also, los gehts…

3. Lauf Deutsche Kitebuggy Meisterschaft

Am Dienstag, den 27.3. haben wir aufgrund der eigentlich ganz guten Wetterprognose kurzerhand entschlossen schon einen Tag eher die Sachen zu packen und uns auf den Weg in den Norden zu machen. Als wir Mittwoch früh aus dem Fenster schauten, mussten wir wieder einmal lernen, dass man sich auf Wetterberichte von der Küste echt kein Stück weit verlassen kann. Regen, Regen, Regen und ein nasser Strand. Nicht die optimalsten Bedingungen zum Buggy fahren. Der nächste Tag ähnelte nur dass jetzt zu allem Überfluss noch etwa 8cm Schnee lagen. Freitag war dann endlich mal der erste Tag wo Wind und Wetter einigermaßen gepasst haben. Bei ca. 18-20 Knoten wurde zuerst mal ganz optimistisch die neue 13er R1V2 angeleint und die erste Runde gedreht. Minimal überpowert wurde dann der Optimismus leicht geknickt und die 9er ausgepackt. Die hat um einiges besser gepasst und man konnte auch dem restlichen Wasser, welches auf dem Strand stand ausweichen. Ausserdem hatte ich Freitag auch noch die Möglichkeit mich das erste Mal ein den neuen Flysurfer Soul in 12m2 zu hängen. Ich war überrascht, wie gut man die große des Kites im Buggy auch auf dem Kreuzkurs noch wegdrücken kann. Aus die abgefahrene Hangtime hat mich beeindruckt. Den Kite einmal kurz nach links und rechts geschwenkt und die Bar angezogen – und schon gehts ab nach oben. Hält man den Kite in Bewegung gehts auch nicht so schnell wieder runter. Für jegliche Boardsportarten ist der Kite also perfekt geeignet. Im Buggy habe ich festgestellt, dass der Soul im Vergleich zum Speed 5 oder ähnlichen Kites um einiges schneller und wendiger ist. Im Buggyrace der Masterclass wird man damit aber meiner Meinung nach nicht gewinnen können, da er für schnelle Manöver nicht genug gestreckt ist, und dafür auch noch zu träge reagiert.
Am Samstag morgen wurde das erste Briefing aufgrund des wiederum schlechten Wetters auf 12 Uhr verschoben. Am Strand angekommen, wurde in den einzelnen Klassen besprochen ob gefahren werden soll oder nicht. Da der Strand so unter Wasser stand, dass man Kites nur da aufbauen könnte, wo alles voller spitzer Muscheln war und der Rest des Strandes voll Wasser war, wurde das Rennen auf Sonntag verschoben. (Bei 0°C Außentemperatur und ähnlich kaltem Wasser auf dem Strand wären die Rennen neben einer einzigen Materialschlacht auch gesundheitlich nicht die beste Idee gewesen)
Sonntag früh um 10 Uhr fand dann das nächste Briefing statt. Bei strahlend blauem Himmel und etwa 13 Knoten wurden als erstes zwei Master-Rennen gestartet. Das war meine Chance. Die 13er R1V2 war mir wie auf den Leib geschnitten und im ersten Rennen stand ich am Ende auf Platz fünf. In Rennen 2 war noch ähnlicher Wind, aber ich war leider in einen kleinen Zwischenfall verwickelt, welcher mich am Ende auf Platz 17 warf. Anschließend fanden 2 Open Rennen statt. Im 3. Master-Rennen musste ich auf die 11er Aero wechseln und landete wieder in den Top-Ten. Im vierten Rennen hatte der Wind dann so zugenommen, dass die 11er echt knackig wurde. Da ich in diesem Rennen wieder minimal überpudert war, kam wieder nur Platz 17 raus. Am Ende des Wochenendes Stand ich dann auf Platz 14 der Masterclass.
Am Montag ging es dann wieder früh bei Zeiten in Vorfreude auf das gute Wetter an den Strand. Wir hatten strahlend blauen Himmel, aber leider keinen Wind. Aber nichts desto trotz wurde wieder die 13er ausgepackt. Bei diesem Monster hatte ich das Gefühl, dass bei Ozone einfach der Wind immer mitgeliefert wird. Man hat kaum Wind gespürt, aber es ging schon ordentlich voran im Kitebuggy. Die 18er Flysurfer Sonic hatte zwar einen höheren Grunddruck, aber war in der Endgeschwindigkeit nicht sonderlich schneller. Der Montag ging mit einer kleinen SUP-Tour und einer Low-Wind-Session von Maurice mit dem 12er Soul zu Ende. Ich war beeindruckt, wieviel das leichte Tuch des Soul ausmacht. Maurice konnte auch bei nahezu keinem Wind mit dem Soul ein paar Runden im Buggy drehen.
Dienstag hat der Wind wieder ordentlich zugelegt und der Regen kam auch wieder. Mit einem Auge auf dem Windfinder und mit dem anderen Auge auf dem Regenradar haben wir doch noch einen Zeitraum ausfindig machen können, wo es nicht regnen sollte und gute 13-14 Knoten werden sollten. Eine gute Gelegenheit mit dem 12er Soul und der 12er Stoke aufs Wasser zu gehen. Bei 2°C Wassertemperatur und etwa 8°C Aussentemperatur waren die Bedingungen knackig, aber nicht unmöglich. Der Soul performte wie erwartet fehlerfrei und ging auch bei so wenig Wind schon gut nach vorne und auch oben. Für den Stoke war für mein Körpergewicht eindeutig zu wenig Wind, aber Maurice kam auch damit gut ins Gleiten. Alles in Allem war es eine echt gute Session. Im 5.4er Neo war es viel zu warm und ich war froh, wenn mal etwas kaltes Wasser in den Neo lief.
Mittwoch ging es dann wieder Richtung Heimat.
 
Greets
Tom
 

Weitere Informationen auch unter:
GPA.de
flysurfer.de
ozonekites.de

kitejunkie.com

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