Flysurfer Speed5 vs Speed4 by S. Brandt

Flysurfer Speed5 vs Speed4 LOTUS

Ein Testbreicht von Sascha Brandt

Sascha Brandt

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem Leichtwind Testbericht von Kiting Benny möchte ich hier mit einem der Leichtgewichtsklasse anknüpfen.

Ich will mich nicht lange mit den technischen Neuerungen aufhalten. Wer sich den Bericht meines Kollegen Kiting Benny sorgsam

durchgelesen hat, weis das Flysurfer hier mal etwas tiefer in die Trickkiste gegriffen hat um den Flysurfer Speed5 zu entwickeln. Ich

hatte 2 gute Sessions in Mirns (Holland), mit unterschiedlichen Bedingungen.

Speed5 12

Bei der ersten Session blies mir der Wind bis an die 30knt, auflandig um die Ohren. Schnell war klar das

es ein guter Tag würde um den Flysurfer Speed5 9er auf Herz und Nieren zu testen. Der Start war bei den

Bedingungen sehr einfach. DerFlysurfer Speed5 füllte sich schnell bis in die Tips und stieg brav in den Zenit.

Gutmütig und extrem stabil steht der Flysurfer Speed5 im Zenit und wartet auf weitere Instruktionen.

am Wasser Speed5

Trotz einigen kurzen Böen die zu dem Zeitpunkt einbrachen, stand der Flysurfer Speed5 wie ein Fels in der

Brandung. Selbst das Reißen an den Leinen lies ihn nicht großartig stalln, geschweige den zum

kollabieren bringen. Beim Anfahren musste ich mich erst mal etwas umgewöhnen. Wie gewohnt

stark runter lenken und gechillt locker lassen war nicht. Hier möchte ich den Begriff aus dem

voran gegangenen Bericht „Tubelike“ wieder auf greifen. Es war notwendig die Bar immer etwas

stärker an zu ziehen um entspannt zu fahren. Für mich als Mattenflieger erst

ungewohnt. Nach kurzem eingewöhnen merkte man aber das Potenzial. Die Kraft ist feiner

dosierbar und bietet mehr Spielraum für Manöver. Der Flysurfer Speed5 geht weiter ans Windfenster, ohne an Zug zu verlieren.

Eine Eigenschaft die ich sonst so nur vom Sonic kannte.

Weiter gings mit den Sprungeigenschaften. Auch hier war es erst mal etwas anders.

Speed 5 12

Der Druckpunkt war früher. Liftpotenzial ist vorhanden um tatsächlich noch mal den einen oder

anderen Meter höher zu kommen. Um an die legendäre Hangtime zu kommen sollte der Flysurfer Speed5

jedoch etwas mehr bewegt werden. Den Kite stellen und die Aussicht genießen ist leider nicht

mehr so einfach, aber auch nicht dramatisch. Was mich wieder fröhlich stimmte waren die

Downloops. Er dreht schneller, sauberer, aber etwas weiter als sein Vorgänger in 8m2. Das muss

mitbedacht werden in dem man ihn etwas weiter hinterfliegen lässt. Man sollte dabei ebenfalls

etwas länger den Kite beobachten, da die Rückmeldung wo der Kite steht nicht so deutlich rüber

kommt. Die Landungen sind gutmütiger. Rider die schon mal mit einer Matte gedownloopt haben

kennen das. Ein kurzes stehen auf der Stelle, gefolgt von einem zweiten Lift nach vorne. Hier wird

alles etwas flüssiger. Der zweite Lift fällt nicht mehr so brachial aus und selbst bei einem späten

Loop bricht man keine Geschwindigkeitsrekorde mehr. Die Landungen an sich sind leicht zu

händeln. Fliegt man ihn zu weit aus dem Windfenster stallt er nicht so stark wieder zurück wie der

Lotus, um dann wieder auf zu gehen. Sondern behält sich einen leichten Druck (gerade genügend

um oben zu bleiben) bis er langsam wieder am Fenster steht.

Direkt danach kam der 8er Lotus ans Band wodurch ich mir noch mal ein besseres Bild machen

konnte. Hier fiel mir wieder der Unterschied in der Stabilität auf. Der Lotus wanderte in den Böen

nach vorne und Stallte ganz langsam wieder zurück. Nicht unangenehm, aber anders. Beim

Anfahren hatte ich das vermisste Easyriderfeeling wieder. Durch den auflandigen Wind war das

Wasser kabbelig. Diese unregelmäßigen Wellen machten es mir ein wenig schwer, immer die

richtige Kante zu halten. Der Lotus pufferte diese gefühlt besser ab, wo ich mich beim Flysurfer Speed5 oft mal

vergriffen habe und eher mal einen Schlag bekam. In der Windrange sehe ich für den Lotus

wesentlich mehr Luft nach oben. Aber der ganz kleine Bruder vom Flysurfer Speed5 ist ja auch noch nicht

draußen.

Speed5 am wasser

Die zweite Session in Mirns viel etwas kürzer aus. Bei 22knt schräg ablandig wagte ich mich mit

dem 12er aufs Wasser. Durch den Damm hatte ich Schwankungen und Turbulenzen bis runter

auf 12knt. Das juckte denn Flysurfer Speed5 jedoch nicht sehr. Erneut stand er sicher am Himmel. Böen und

Luftlöcher wurden locker weg gesteckt. Weiter draußen war der Wind gleichmäßiger um sich ein

Urteil bilden zu können. Auch hier die selben Eigenschaften. Durch die enormen

Höhenlaufeigenhaft hatte ich nie Angst nicht wieder zurück zu kommen. Jeder 2te Sprung war mit

Downloop und immer save. Den Gegentest zum 12er Lotus muste ich mir wegen der Zeit kneifen.

Kann aber aus Erfahrung abschätzen. Das ich so manche Böe nicht so einfach gemeistert hätte.

Mein Fazit:

Der Flysurfer Speed5 bringt ungewohnt viele neue Eigenschaften mit sich. Vom Technischen bis ins

Flugbild. Viele eingeschworene Lotusbesitzer werden sich mit dem neuen Barfeeling anfangs

etwas unwohl fühlen. Durch unser Kitejunkie Top­Trimmangebot haben wir jedoch schon eine

möglichkeit gefunden, mit wenigen Handgriffen, das Feedback zum Kite wieder näher zu bringen.

Damit rückt auch das entspanntere Anfahren wieder näher. Wer sich dennoch auf die

Serieneinstellung einläßt bekommt einen agileren Speed mit massiven Lift, stabileren Flugbild

und erfrischenden Händling.

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