Halse auf dem Foil mit Fußwechsel

Wer die fliegende Halse in Switch und aus dem Switch beherrscht, dem fehlt eigentlich nur noch der Fußwechsel zur vollständigen Halse. Eine ordentliche Halse beginnt man mit dem Fußwechsel. Natürlich kann man den Fußwechsel auch nach der Halse vollziehen, was nicht wirklich schwieriger ist, aber den Nachteil hat, dass man nach der Halse und einem damit einhergehenden Downloop den Schirm unten hat und ihn dann im Switch erst wieder für den Fußwechsel nach oben fliegen muss. Wegen diesem kleinen Performanceunterschied wird man die Variante mit dem Fußwechsel nach der Halse in einem Race von geübten Fahrern nie sehen.

Für die faulen Asymmetriker unter uns, zu denen ich mich auch zähle, die die Halsen zunächst nur mit dem starken Fuß vorne lernen wollen, bietet sich damit aber die Möglichkeit, auf dem einen Schlag vor und auf dem Anderen nach der Halse die Fußposition zu wechseln.

Schlaufen sind für den Fußwechsel keine Voraussetzung, ich habe es auch komplett ohne gelernt und mach es aktuell mit meiner Einzelnen, es ist aber wahrscheinlich, dass eine vordere Doppelschlaufen etwas Vorteile, aber eben auch wieder ein leicht erhöhtes Verletzungsrisiko mit sich bringt.

Wie erwähnt leitet man den Fußwechsel am besten vor der Halse bei hoch stehendem Schirm ein. Dazu laufen die folgenden beiden Bewegungen synchron ab: Der hintere Fuß wird mit einem Schritt nach vorne neben den anderen vorderen gestellt. Wenn man keine oder nur eine Schlaufe hat, kann man hierzu vorher mit dem anfangs vorderen Fuß bereits etwas Platz auf dem Deck machen. Während dieses Fußwechsels ach vorn wird der Schirm angepowert, um das Gewicht der beiden Füße auf dem Vorderdeck abzufangen und damit eine ungewollte Nickbewegung des Foils nach unten zu unterbinden. Sofort nach dem der hintere Fuß nach vorne gekommen ist, geht auch der andere Fuß schon wieder nach Hinten und schließt den Fußwechsel ab.

Das kurze Anpowern des Schirms kann gleichzeitig zum Einleiten des Downloops für die anschließende Halse genutzt werden, womit sich eine insgesamt harmonische Gesamtbewegung ergibt.

Dass man das Halsen ohne zu viele Stürze beherrscht, wird man daran merken, dass man die Bar in 20 Minuten ohne Sturz vollständig trocken fährt. Wer den damit verbundenen höheren Verschleiß am Depowertampen nicht in Kauf nehmen will, wird sich immer mal wieder herab zu den TwinTiplern ins kühle Nass begeben oder eine Gießkanne mitführen müssen. 😉 Aber das dürften die Hardcore-Winter-Kiter bereits vom Bar-Enteisen kennen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.