Geflogene Halsen: Balancieren über Messern

Die Halse ist vom Verletzungsrisiko nicht zu unterschätzen. Aber das Risiko lässt sich mit der richtigen Herangehensweise stark reduzieren. Wer die Halse überstürzt angeht findet sich mit den folgenden drei Problemen konfrontiert, die einen zusammengenommen schnell überfordern:
1. Man überholt den Kite, wodurch die komplette Leinenspannung verloren geht. Dadurch kann man schnell aus dem Gleichgewicht kommen, da man es nicht mehr über An- und Depowern und das Abstützen auf dem Depowertampen halten kann.

2. Der Kite gerät mit schlappen Leinen in einen unkontrollierten Flugzustand und reißt ungewollt im falschen Moment (z.B. im Sturz) wieder an.

3. Man fährt eine zu großen Bogen verliert zu viel Geschwindigkeit, dadurch auch das Gleichgewicht und kippt im Stand um, von oben ungebremst aufs Foil.
Im „Worst-case“-Zenario kann das bedeuten:
Man überholt zuerst den Kite, die Leinen werden Schlaf, man fährt über die eigenen Leinen, wird langsamer, verliert das Gleichgewicht, fällt ohne Schirmunterstützung gerade nach unten auf die Seite auf der das Foil durch den Abgang zwischen den Leinen nochmal hochschnellt, während der Kite nach dem Sturz plötzlich wieder anfährt und das beschädigte Leinenknoil aus Kiter und Foil wieder anreißt. Wie man sich denken kann sind die Verletzungsmöglichkeiten hierbei mannigfaltig.
Die Lösung liegt in einer Reihe an Vorübung und danach dem richtigen Einleiten der Halse, wie im Bereich Kapitel Fahrtechnik / Halse beschrieben.

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