Testbericht Flysurfer Speed 3

Testbericht Flysurfer Speed 3 15m² Deluxe

Servus miteinander,
ich bin den neuen Hochleister von Flysurfer (FS) seit der Markteinführung Anfang September nun schon recht oft gefahren und möchte euch meine Eindrücke schildern, doch zunächst kurz zu mir.

Obwohl ich Mischa von kitejunkie.com ab und an mit Promotion helfe, weil wir viel mit einander am Wasser sind, habe ich keine direkten kommerziellen Interessen gegenüber ihm oder Flysurfer. Ich fliege seit inzwischen 10 Jahren die Kites mit denen ich am zufriedensten bin und die ich selbst bezahle. Immerhin habe ich es als „reicher“ Ingenieur aus dem Bereich der geförderten regenerativen Energietechnik, dank EURER SubventionsMILLIARDEN 🙂 gar nicht nötig, mich im Rahmen meines Hobbys zu prostituieren 😀 😛 .

Damit der Text euch nicht zu sehr erschlägt, eine kleine Orientierungshilfe

  1. Einleitung
  2. Transport Bag
  3. Zubehör zum Kite
  4. Verarbeitung und Konstruktion
  5. Vorfüllen und Erststart des Kites
  6. Flugverhalten allgemein
  7. „Feeling und Feedback“ an der Bar
  8. „Lowend“ im Vergleich zur bisherigen Begriffsdefiniton „Speed 2“
  9. „Highend“ = „???“
  10. Depower und Sprungperformance
  11. Stabilität bei Turbulenzen und Fahrfehlern
  12. Höhelaufen und Hangtime
  13. Drehenradius und Drehgeschwindigkeit
  14. Unhooked vs. Hochleister
  15. Relaunch beim Rückwärtsstart und übers Tip
  16. Trimm / Mixer / Backstall

  17. Landen mit und ohne Helfer
  18. Frontlinesafety (FLS) oder 5te Leine (FDS)
  19. Infinity-Bar vs. „Wunder-Bar“

  20. Land, Wasser, Schnee
  21. Design vs. Flysurfer
  22. Fazit und Ausblick
  1. Einleitung

Aber endlich zum Kite, den ich auch schon lange vor Markteinführung als Proto ein paar Mal in der Hand hatte. Bis zum jetzigen Serienprodukt war ich dabei immer sehr skeptisch, in wie weit der Neue meinen alten Speed 2 (SP 2) vor allem in Sachen Leichtwind das Wasser wird reichen können. Inzwischen bin ich den 19er Deluxe etwa 4 mal und den 15er Deluxe mehr als 10-mal bei fast allen Bedingungen gefahren.

Das heißt, getestet vom laminarsten Meereswind bis zum turbulenten, ablandigen Wind oder bockigsten Binnenwind in den Bergen. Genauso habe ich ihn vom absoluten Lowend bei etwa 4knt an Land bzw. im Wasser wo nichts mehr ging außer Bodydraggen bis ins absolute Highe … , halt Moment „Highend“, nein, so etwas habe ich eigentlich noch nicht finden können, obwohl ich mit meinen zarten 62 kg schon oft bei weit über 20 knt unter dem 15er hing … aber fangen wir von vorne an.

Was kann man erwarten, wenn der UPS-Mann klingelt?

  1. Transport Bag

Nun, sofern der Absender ein FS Händler ist, zunächst nichts Besonderes. Im Karton findet man das alte FS Bag mit dem 10ten Facelift, das aber vom „uni-sizes“ Schnitt von 2002 kaum abweicht. Im Grunde war es aber immer gut und vielleicht hat FS Recht damit, lieber mehr Entwicklungsarbeit in seine Kites zu stecken anstatt alle 2 Jahre ein neues Bag zu bringen. Zumindest die Position der Deckelverschlüsse wurden verbessert und die korrodierenden Reißverschlüsse scheinen nach vielen Jahren des Rostens endlich durch wertigere ersetzt worden zu sein.

  1. Zubehör zum Kite

Auch beim Inhalt des Bags gibt es keine Überraschungen. Neben dem Kite findet man das übliche sehr umfangreiche und gut zusammengestellte Repair-Set, eine Leash und eine sehr gute Bedienungsanleitung mit je 50 Seiten in Englisch und Deutsch.

Ich kann nur jedem empfehlen die Anleitung mal zur Hand zu nehmen, denn die meisten Fehlbedienungen, die man an Spots sieht und die meisten Fragen die hier gestellt werden, wären damit hinfällig. Zusätzlich enthält die Anleitung auch schon sehr fundierte Tips zum Fine-tuning und Problemlösungen.

Flysurfer speed 3 Zubehör

4.Verarbeitung und Konstruktion

Wenn man das chinesische Origami, mit transport-freundlichen 3,95 kg und (55 x 30 x 20) cm alles inkl. Bar und allen Leinen, zum ersten mal auseinander nimmt, entdeckt man zunächst nichts Neues. Die Konstruktionsdetails entsprechen fast alle denen des FS Freestyle – Kites Psycho 4 (PS 4) der vor gut einem Jahr auf den Markt kam. Da wäre zunächst die Infinity Bar mit dem von Hiss Tec entlehnten Chickenloop, die 21m durchgängigen Flugleinen und auch der Mixer ist 1:1 der des PS 4. Eventuell wird der ja mal zum Standard auch für künftige Modelle, was helfen würde den FS-Ersatzteil-Zoo etwas zu verkleinern. Wenn man weiter in Richtung Kappe geht findet man auch hier wieder die ummantelten Stammleinen allerdings auch schon den ersten kleinen Unterschied.

Nur die Stammleinen der A-Galerie trennen sich direkt nach dem Mixer wie üblich, die B bis Z Leinen bekommen direkt hinter dem Mixer immer länger werdende „extension-lines“, bevor sie sich bei der z-Ebene erst nach etwa 1,5 m aufspalten. Die ganze Waage wird dadurch gegenüber dem direkten Vorgänger Speed 2 (SP 2) an allen Stellen erheblich kürzer und kompakter. Genau gesagt beim alten Speed 2 sind es vom Anknüpfpunkt (easy line connector (elc)) bis zur Kappe (Punkt 4a) 8,25 m. Beim neuen SP3 nur noch 7,20 m, was hilft die Gefahr von Verhäderungsspielchen deutlich zu verringern.

Die Aufhängung und Kappe ähnelt mal abgesehen von der größeren Streckung und etwas niedrigeren Pfeilung der des PS4. So hat der SP 3 ebenfalls ein zentrales, hoch gesetztes Einlassventil, das sich schließen lässt, um die Flugeigenschaften zu verändern.

Auch der Verzicht auf die Umlenkungen an der Kappe wurde vom PS 4 übernommen. Damit hat er gegenüber dem Vorgänger SP 2 und dem Pulse 2 (PU 2) 2 Verschleißteile weniger.

Neu ist, dass der Kite keine Überdruckventile mehr hat, die sich laut FS überflüssig gemacht haben, was im Rahmen der seit Pulse 2 deutlich verbesserten Kraftverteilung auf die Rippen mit weniger Crossports (Luftdurchlässe im Kite) auch nachvollziehbar ist. Auch sonst ist die Verarbeitung wie gewohnt auf FS Niveau. Das heißt man wird auch diesen FS bei vernünftiger Behandlung und Austausch der Verschleißteile nach 3 Jahren regelmäßigem Einsatz noch mit gutem Gewissen weiterverkaufen können, wenn Tubekleider längst zerfallen sind.

Ebenfalls neu ist die Entlüftung beim Abbau über die 2003 abgeschafften Kletts an der Schleppkante anstatt über den langen zentralen Reißverschluss auf der Rückseite. Ob ich mich über diesen Rück-Vor-Schritt freuen soll oder ärgern, weiß ich noch nicht. FS sagt hierzu, dass es etwas Gewicht spart, was stimmt, und dass manche Leute es geschafft hatten die Reißverschlüsse mit Sand und eventuell durch Fehlbedienung zu zerstören … Das Ablassen durch die Kletts braucht jetzt jedenfalls wieder ein gutes Stück länger, einzig beim Abbau auf dem Wasser könnte es etwas helfen weniger Wasser in den Kite zu bekommen … mal sehen. Anyway, bevor wir die Luft raus lassen, wollen wir erstmal sehen wie sie reinkommt.

Speed 3 air

 

  1. Vorfüllen und Erststart des Kites

Beim selbstständigen Vorfüllen, bei dem man auf einem Tip steht und das andere hoch hält, verhält sich der Kite deutlich zickiger als sein Vorgänger, die Nase klappt viel leichter als sonst nach innen ein, was etwas nervig ist, aber vom Prinzip geht es wie immer (siehe Anleitung). Beim Alleinstart am WFR mit Gewicht auf einem Tip, die man bei FS immer bevorzugen sollte, macht der Kite keine Zicken, hier lassen sich auch die gesteckten Hochleister von FS in der Regel immer besser vom Boden pellen als die gedrungenen Freerider wie der PU 2. Im Gegensatz zum PU2 geht der SP 3 auch wie schon der PS 4 im halb gefüllten Zustand weit an den Windfensterrand (WFR) und ist dort gut steuerbar und recht drucklos. Allerdings lässt sich der SP 3 dann viel Zeit seine Ohren zu füllen, was zum einen an den 2 äußeren fehlenden Ventilen und an den angesprochenen inzwischen kleineren Crossports liegt. Da diese auf der anderen Seite aber für die nun bessere Crash-Stabilität sorgen, akzeptiert man das sicher gern.

  1. Flugverhalten allgemein

Diese Crash-Stabilität wird er auch brauchen, wenn man sich ansieht mit welchem Speed die Kiste auch schon bei Leichtwind durchs Windfenster (WF) flitzt. Was im ersten Eindruck nicht zu übersehen ist, dass der Kite das WF mit seiner enormen Spannweite ziemlich ausfüllt und man bekommt Zweifel, ob es überhaupt möglich ist die Kiste im WF zu drehen. Hier hilft ihm aber das Verhalten vom PS 4, das die depowerte Flügelseite in Richtung Kitemitte fliegen lässt, wodurch die projezierte Spannweite beim Drehen etwas kleiner wird. Auch sonst findet man das von FS „tripple Depower“ genannte Verhalten des PS 4 in abgeschwächter Form, das die projezierte Fläche beim depowern schrumpfen lässt. Im Ersten Eindruck ist das Flugverhalten eine sehr gute Mischung aus SP 2 und PS 4. Wobei er hier vor allem beim Barfeeling die guten Eigenschaften beider miteinander kombiniert.

 

speed-3-low-wind

  1. „Feeling und Feedback“ an der Bar

Prinzipiell sind FS Kites beim Barfeeling meiner Ansicht nach ganz weit vorn. Ich habe hier auch gerade erst endlich mal direkt mit einem Delta verglichen, der daran auch einfach nicht heran reichte. Einzig echte C Kites spielen hier vielleicht in der selben Liga wie FS. Dabei muss man immer Steuer und Haltekräfte auseinander halten. Bow-Kites haben oft recht hohe Haltekräfte, was einen zwar die Depower erfühlen lässt, aber auch schnell ermüdend sein kann. Gleichzeitig haben alle Bows, die ich bisher in der Hand hatte fast keine Steuerkräfte, dass heißt wenn die Bar am Stopper ansteht, kann man ohne nennenswert Gegenkräfte zu spüren lenken und hat damit nie im Gefühl, wie stark man gerade einlenkt, was bei Ticks sehr gewöhnungsbedürftig ist. FS Kites haben von Haus aus eher geringe Lenk und Haltekräfte, beide werden aber künstlich durch eine kleine „WAC“ Leine im Mixer erzeugt, an der die Kräfte auch individuell einstellbar sind. Obwohl PS 4 und SP 3 hier von der Konstruktion absolut identisch sind, hat der SP 3 ein viel besseres Barfeedback über die gesamte Windrange und Stellung der Bar. Beim SP 3 wachsen die Steuer und Haltekräfte über die Zunahme des Windes und des Bareinschlages weniger progressiv wie beim PS 4 der im untersten Windbereich eher zu schwache Kräfte hat, aber bei starkem Wind und hohen Bareinschlägen eher schon recht hohe Lenkkräfte, wie auch schon im entsprechenden Testbericht angedeutet.

http://kitejunkie.com/blog/2009/08/19/psycho-4-testbericht/

Das soll natürlich nicht heißen dass das Barfeedback beim PS 4 unharmonisch und schlecht wäre, der Kite ist hier immer noch jedem Bow deutlich überlegen, aber der SP 3 kann es eben noch viel besser. Die Konsequenz ist, dass ich mit dem SP 3 in 15 m deutlich öfter zum Abgleiten einen Loop durchgezogen habe, als beim PS 4 in 12, obwohl dieser es eigentlich einfacher machen sollte, da er deutlich enger dreht. Wahrscheinlich hat es eben was damit zu tun, dass man hier beherzter zugreifen muss, macht man es nicht wird der Loop groß und der Einschlag eventuell hart. Vielleicht aber auch nur mit dem Windbereich.

Im Vergleich zum SP 2 sind die mittleren Steuer und Haltekräfte in jedem Fall niedriger, trotzdem fühlt sich der Kite wegen der extrem kurzen Wege (siehe Depower und Sprungperformance) brutal direkt an. Ich hatte die Einstellung beim 2er immer voll auf „soft-stearing“ wobei sie mir bei viel Wind und ein händigen Sprüngen immer ein bisschen zu hoch waren. Ich habe sie jetzt beim 3er etwas weicher als Mitte eingestellt, um bei Boardoffs mit einer Hand nicht nur die Depower zu steuern, sondern auch lenken zu können und bin sehr glücklich damit. Gerade im Lowend kann das für unerfahrene Fahrer allerdings ein bisschen Verlust bedeuten, denn auch wenn die Steuer und Haltekräfte hier nicht so schnell abfallen wie beim PS 4, sind sie doch je nach Einstellung geringer als beim SP 2, was dazu führt, dass man eher mal ein unwillkürliche Lenkbewegung macht, die die zarte Strömung im Lowend abreißen lässt.

  1. „Lowend“ im Vergleich zur bisherigen Begriffsdefiniton „Speed 2“

Wirklich 1:1 bin ich den alten hier nie bei konstanten Bedingungen gegen den neuen geflogen, nur einmal 1:1 bei böigen Bedingungen gegen Protos und einmal einen alten 19 Silberpfeil gegen einen neuen wobei der neue dabei 12 m mehr Leine drin hatte. Da ich meinen alten aber bis zum „Erbrechen“ im Lowend gefahren bin, würde ich sagen, dass mein neuer SP 3 Deluxe bei meinem Gewicht von 62 kg minimal früher los geht wie mein alter, was aber primär daran liegt, dass der alte normales Tuch hatte und der neue leichtes. Bei gleichem Tuch liegen sie wohl wirklich praktisch gleich auf, eventuell der neu minimal hinten, wobei der neue im Lowend einfach etwas sensibler ist, wie im letzten Abschnitt beschrieben, aber auch mehr bewegt werden kann. Nicht unerwähnt sei dabei, dass der Neue im absoluten Lowend leider wie der PS4 die Unart hat, die aller äußerste Z Leine leicht zu verhängen. Das wird den Meisten kaum auffallen und löst sich unter Druck oder geeigneten Lenkbewegung auch wieder, kostet aber in dem Moment immer ein bisschen Leistung.

Ein Hinweis für absolute Leichtwindfetischisten beim Leinenverlängern

Die Verlängerung der Leinen beim Neuen ist wegen der geringeren Kräfte auf den Steuerleinen nicht ganz so einfach bzw. optimal wie beim Alten. Die im Verhältnis zur Last viel zu dicken Steuerleinen hängen hier mehr durch und machen den Kite so schneller indirekt als den Alten. Abhilfe gibt es natürlich in dem man dünnere Steuerleinen verwendet. Ich überlege selbst mir einen 40 m Leinensatz mit 120er Steuerleinen hin zu legen.

Und wer nicht glaubt, dass das Leinenverlängern die Mühe wert ist, sollte sich mal das hier anschauen.

http://surfforum.oase.com/showthread.php?t=71837&page=2

An dem Tag waren fast durchgängig am Boden 3knt und auf 40 m Höhe etwa 13knt, passiert sehr selten, aber wenn man es erlebt, ist man mit langen Leinen der König und hat im spiegelglatten Wasser richtig Spaß.

Und hier noch für alle die denken bei etwa 10 knt kann man eh keinen Spaß haben

 

flysurfer-speed-3-aktion

  1. „Highend“ = „???“

Ich denke hierzu ist zu sagen was schon oft zu neuen „Highdepower-Wundern“ geschrieben wurden, aber beim SP 3 ganz besonders zutrifft. Ich kann mir gut vorstellen, dass man den 15er mit meinem Gewicht auch noch bei 30knt ohne zu viel Druck auf der Kante fahren kann. Aber, wenn man in dem Bereich einen Fehler macht wie z.B. den Kite stark zu unterspringen, über eine eigene Leine zu fahren (mit einem 4er schon mal selber geschafft), man einen Defekt hat oder sonst etwas… Ganz gleich was, wenn man dem Kite in diesem Windbereich ungewollt die volle Leistung abruft, dann wird man nicht mal mehr Zeit haben dem Sensenmann in seine schwarzen Augenhöhlen zu blicken, bevor er einen niedermäht. Deshalb sollte das Ding trotz seiner Einfachheit auch nur von Leuten verwendet werden, die etwas Erfahrung mit bringen und den Windbereich und ihre eigenen Grenzen einschätzen können.

10. Depower und Sprungperformance

Wie schon angedeutet muss man die Depower dieses Kites wirklich erlebt haben, um sie zu glauben. Ich spreche hier auch nicht von Bow-Depower bei der der Kite kurz drucklos wird, um dann einen Moment später tief im Windfenster mit flatternd knatterndem Tuch wieder umso mehr Zug zu machen. FS Kites depowern „dauerhaft“ das heißt sie bleiben depowert mit maximaler Gleitzahl am WFR stehen, was Höhelaufen auch bei Überhack sehr einfach macht. Hier war der SP 2 schon extrem gut, wobei man beim alten 15er zu den 40cm Depowerweg immer noch gut 10cm Trimmer mit nutzen musste, um die Depower voll abrufen zu können. Der SP 3 macht hier nochmal einen unübersehbaren Schritt nach vorn. Nicht nur dass die Depower nochmal deutlich größer ist, sie ist auch praktisch vollständig auf nur 40cm Bar-Weg abrufbar und das bei einem 15er der von der Kraft einem 17er Bow entspricht. Man kann sich denken, was das für die Sprungperformance bedeutet. Wenn man den Kite mit gut Druck über 15 knt fliegt hebt er einen in nochmal ganz andere Bereiche als sein Vorgänger. Bei 20knt ist hier der 3. Stock machbar, und bitte hierbei berücksichtigen: wir reden über einen Leichtwindkite bei mittlerem Wind und nicht über Len10 Bedingungen mit 30knt + und großer Welle. Ich konnte gleich am ersten Tag bei etwa 15knt einige meiner Boardoffvarianten für die die Zeit früher immer knapp wurde ganz entspannt beenden und hatte dann dank der Höhe und Hangtime noch Zeit die Kiste halb zu einer Transition durchzuloopen.

Ich bin an dem Tag dann auch noch gleich übermütig geworden und wollte mal einen „Boardpass“ hinter dem Rücken probieren, aber wehe, wenn man die Bar los lässt, geht es steil bergab, ohne Microhook wird hier wohl nichts zu machen sein. Bezeichnend ist hier ebenfalls, dass ich den Kite auch bei 15knt und mehr nicht dauerhaft voll depowern konnte ohne abzusaufen. Deswegen wird es auch langsam Zeit, dass FS einen Stopper in seiner Bar verbaut, aber dazu weiter unten mehr.

Speed3-Board-off

  1. Stabilität bei Turbulenzen und Fahrfehlern

Ich habe noch einen alten sehr überzüchteten extrem gestreckten Proto des Speed 2 zu Hause herum liegen, der auch schon ähnlich brachial anpowert bzw. weit depowert wie der SP 3. Nur ist dieser Kite kaum bei mehr Wind als 20knt zu fliegen und das obwohl es nur ein 10er ist. Grund ist, dass man sich hier um die Stabilität selber durch ausreichendes anpowern kümmern muss, da der Kite sonst permanent zwischen Flug und Frontstall pendelt, damit wird es ab einer gewissen Windstärke einfach zu gefährlich. Depower ist also nicht alles, sondern man braucht auch Stabilität um diese in Einsatzbereich und Sprunghöhe umsetzen zu können. Und genau das kann der SP 3 bestens. Genauso wie schon der PS 4 kennt er im Prinzip keinen Frontstall über die Mitte mehr. Bei ganz extremen Winddrehern passiert es höchstens, dass mal ein Tip sehr weit nach innen fliegt, sich dann aber meist schnell wieder fängt ohne, dass der Kite dabei viel Druck macht. Während es für den Vorgänger hochleister–charakteristisch noch Gift war, ihn in turbulenten Bedingungen „unbeaufsichtigt“ und depowert im Zenit stehen zu lassen, verhält sich der neue hier in keiner Weise standesgemäß, sondern eher wie ein sehr zahmer Anfängerkite. Ich will damit nicht sagen, dass alle Anfänger die mit ihrem SP 2 Fehlkauf schon überfordert waren, jetzt auf einen anderen Hochleister wechseln sollen, aber in Sachen Stabilität hätte ich hier wirklich keine Bedenken. (Nein, für Anfänger hat FS mit dem Pulse 2 einen schönen Kite, der auch mir als Fortgeschrittenem noch viel Spaß macht.) Die Stabilität ist natürlich nicht nur hilfreich, wenn man sich weitgehend sicher auf die Suche nach dem Highend begeben will, sondern auch bei allerlei unkoordiniertem Newschoolgezapel, bei dem der Kite auch mal depowert in die Suicide Leash fällt, hier verhält sich der Kite ebenfalls ganz anders als noch sein Vorgänger. Und in der Welle? Nun dafür ist der Kite zwar genauso wenig gemach wie für Newschool, aber deutlich umgänglicher wie der 2er wird er hier auf jeden Fall sein, auch wenn ich das noch nicht selber testen konnte.

  1. Höhelaufen und Hangtime

Die beiden Eigenschaften die primär von der Gleitzahl des Kites abhängen sind ebenfalls ausgezeichnet und unglaublicherweise nochmal besser als beim Vorgänger. Vor allem beim Höhefahren ist das deutlich zu spüren. Ich bin hier schon gespannt auf das nächste Snowkiterace. Hier wird sich zeigen, ob die zwei Kollegen, die letztes mal noch vor mir waren, ihren kleinen Vorsprung gegen einen Speed 3 werden verteidigen können. An dieser Stelle zählt einfach sehr viel das Material was ich auch selber leidvoll beim WorldCup in Sylt feststellen musste. Hier war ich mit meinem alten SP 2 schon sehr weit vorn, aber leider nur unter denen, die ebenfalls mit BiDis unterwegs waren, gegen die mit Directionals war ich dagegen ziemlich chancenlos. Ich hoffe, aber dass auch den kommenden Winter noch primär mit normalen Boards im Schnee gefahren wird. Dann werde ich mich wahrscheinlich nur auf die Konkurenten konzentrieren müssen, die ebenfalls einen SP 3 am Hacken haben. 🙂 Die Hangtime steht dem Vorgänger in nichts nach, wie viel besser sie ist, ist aber schwer zu sagen, da sich das im Sprung immer viel mit der Kitebewegung und der ausgehenden Sprunghöhe vermischt. Mir kommt es aber so vor als ob ich beim Neuen trotz längerer Zeit in der Luft deutlich weniger Leeversatz hätte. Ich hatte auch bei den zwei bisher höchsten Sprüngen, bei denen ich bei sehr böigen Verhältnissen in Böen gesprungen bin, den Effekt, bei der Landung leicht gegen den Wind durch zu pendeln. Das heißt ich hatte nach ein paar man hin und her pendeln eine sanfte aber sehr schnelle Landung, allerdings nicht nach Lee, sondern auf halbem bzw. sogar eher etwas auf am Wind-Kurs. 😀 In jedem Fall bin ich mit dem SP 3 bei meinen Boardoff- Basteleien sofort einen spürbaren Schritt voran gekommen, z.B. letzte Woche zum ersten mal einen „360 Boardoff Board 360“ … oder wie man das nennt, gestanden. 🙂 . Leider von den guten Sachen wie immer keine Bilder. :-/

flysurfer-speed-3aistyle

13. Drehenradius und Drehgeschwindigkeit

für einen so gestreckten Kite ist es eigentlich ein Wunder dass man ihn überhaupt herum bekommt. Hier gab es aber trotz der nochmal größeren Streckung zum Vorgänger eine deutliche Verbesserung. Während beim 2er der Platz im Windfenster meist nicht gereicht um z.B. nach einer Transition einen angesetzten Loop wieder abzubrechen und ein „S“ mit waagrechtem Abschnitten zu fliegen, geht das mit dem 3er problemlos. Gleichzeitig ist auch die Drehgeschwindigkeit nochmal höher. Ich habe mit dem Ding angefangen bei höheren Sprüngen häufiger zum Abgleiten einen Loop über mir vorne herum zu machen und bin, obwohl immer erst nach dem Zenit eingeleitet ein paar mal schon mehr als 1 ganzes mal herum gekommen. Das heißt der Kite war bei der Landung schon wieder leicht am nach unten fliegen auf dem Weg zum 2ten Loop. Ich denke ein doppelter Loop ist hier selbst für nicht-Pros wie mich denkbar, was aber auch viel mit der enormen Sprunghöhe zu tun hat mit der sich der Kite für so etwas die Basis schafft.

Natürlich darf man trotzdem keine völligen Wunder erwarten der Kite ist ein 15er was in etwa einem 17 Bow oder 19er C entspricht. In jedem Fall ist er eine ganze Stufe besser wie der Vorgänger und kommt trotz der Streckung erstaunlich nahe an den PS 4 heran, den er aber natürlich nicht erreicht, mit dem alten PS 3 dagegen sollte er mehr oder weniger gleich auf ziehen.

14. Unhooked vs. Hochleister

Viel habe ich hier noch nicht probiert, aber für die paar Raileys und Surfacepasses hat es in jedem Fall gereicht. Prinzipiell hat der Kite korrekt getrimmt wenig Backstall, und der Trimmer steht fast voll und ausschließlich für die benötigte Powereinstellung bei Unhooked zur Verfügung. Einzig bei Kiteloops sollte man den Trimmer eventuell ein bisschen mehr ziehen (etwa 1/2) der Kite kommt andernfalls zwar auch nicht direkt ins Tellern, aber dreht dann eher zu eng und kraftlos fast so schlimm wie ein Bow 😉 , die Bar ist hier in der Standarteinstellung mit 60cm vielleicht auch einen Tick zu breit. Prinzipiell ist ein FS Hochleister in 15m aber auch sicher nicht die erste Wahl für unhooked Kiteloops.

15. Relaunch beim Rückwärtsstart und übers Tip

Zumindest in diesem Punkt ist der neue sicher etwas schlechter als der alte Speed, wobei man auch hier unterscheiden muss. Beim klassischen Rückwärtsstart, neigt der neue wegen der Streckung eventuell etwas mehr dazu ungünstig in sich zusammen zu fallen, beim Start selber profitiert er aber wieder von den sehr kurzen Barwegen. Das bedeutet man muss die Steuervorlaufleinen weniger weit einholen (nur etwa 0,5 m bis zur schwarzen Kugel).

Die alten SP 2 konnte man aber auch (zumindest die Größen 15 und 19) sehr gut mit nur einer Leine übers Tip starten. Das ging vor allem bei viel Wind relativ einfach (sogar besser als beim PS 4). Das war sehr angenehm, da es schnell ging und man bei viel Wind so auch weniger Druck bzw. Leeversatz hatte. Der neue kann das zwar auch, aber nur deutlich schlechter, da er sobald er ein Stück aufgerichtet ist, wohl auch wegen der größeren Streckung, schnell wieder in sich zusammen fällt. Wie FS in seinem Manual schreibt hilft es hier bei allen FS Kites wenn der Kite sogar etwas auf der falschen WF Seite liegt. Dass diese Technik beim SP 3 „sehr gut“ funktioniert kann ich allerdings bis jetzt nicht bestätigen. (Ich werde hier aber nochmal weiter testen, die Leinenspannung auf der 2ten Steuerleine bzw. die Barstellung spielt hier wohl auch eine Rolle). Wirklich sehr gut funktioniert die Technik mit einer Steuerleine übers Tip, aber eigentlich nur beim PU 2, bei dem schon der Bareinschlag reichen kann, um den Kite zu starten. Trotz allem bleibt der Relaunch beim SP 3 noch in der Summe besser als beim alten PS 3, der den Relaunch übers Tip gar nicht konnte. Insgesamt ist der Relaunch aber auch ein weiterer Grund warum Einsteiger zum PU 2 greifen sollten.

  1. Trimm / Mixer / Backstall

Leider ist die Werkseinstellung beim SP 3 genauso wie schon beim PS 4 bestenfalls in den ersten Minuten optimal, bevor sich alle Knoten zu gezogen haben. Bei beiden SP 3 die ich eingestellt habe und bei allen PS 4 die ich hatte, lohnt es sich die Frontleinen am Knoten über dem Trimmer um etwa 4-6 cm zu kürzen. Alternativ kann man natürlich auch den Trimmer entsprechend weit ziehen.

Trimmt man den Kite entsprechend korrekt, kommt man auch voll angepowert kaum noch in den Bereich in dem der Kite schon durch Strömungsabriss Druck verliert, aber noch nicht voll backstallt. Dieser Übergang ist wie schon beim PS 4 weniger abrupt wie noch bei älteren Kites. Das heißt aber auch, dass man hier aufpassen muss den Trimm so zu haben, dass man voll angepowert nicht zu weit in diesen Bereich kommt in dem der Kite anfängt Leistung zu verlieren. Nach 100 Flugstunden Lohnt es sich dann meistens nochmal 2 cm nach zu knoten, das ist bei allen Kites wegen der überdimensionierten Steuerleinen so, nur fällt es bei Tubes nicht auf, da man hier irgendwann beim Aufbauen einfach einen anderen Knoten nimmt.

Den Mixer der beiden SP 3 die ich hatte habe ich auf c und b +1 cm also instabil und mehr Power und Drehperformance gestellt, wogegen ich meinen alten immer auf c und b -1 cm gestellt hatte um mehr Stabilität zu haben.

  1. Landen mit und ohne Helfer

Landen geht wie immer. Bei mehr Wind am besten mit eingewiesenem Helfer, bei wenig Wind auch über Backstall. Für Geübte gibt es bis mittleren Wind auch verschiedene weitere Techniken, aber das würde zu weit führen. Für den unkundigen Landehelfer wurden die aufgemalten Hände an den Tips nochmal vergrößert, ob es was bringt, wer weiß. Das Landen über die Frontlinesafety, habe ich noch nicht ausprobiert. Über eine 5te sofern man sie anbaut ist es in jedem Fall mit Sicherheit stressfrei.

  1. Frontlinesafety (FLS) oder 5te Leine (FDS)

Ja, Schande, aber ich habe sie immer noch nicht getestet, allerdings kenne ich alle FS Safetyvarianten von den anderen Kites gut. Die Standartsafety ist wie beim Vorgänger eine Frontlinesafety, die aber ebenfalls wieder auf Wunsch durch eine 5te Leine austauschbar ist. Hierfür hat Flysurfer diesmal auch gleich 5 bzw. 2 extra Anknüpfpunkte am Kite verbaut, was sinnvoll ist. Wer hier wirklich ganz sicher gehen will, dem empfehle ich weiterhin die 5te an der man den Kite mit Sicherheit auch noch bei einer 40er vielleicht sogar 50er Böe halten kann. Bei Frontline-Safetys wäre ich hier prinzipiell deutlich skeptischer. Ich denke aber es ist verständlich, dass ich diesen Test vor allem mit meinem selbst gekauften Material nicht unbedingt machen möchte. Ich selber werde FLS wahrscheinlich beim 15er der minimal besseren Performance wegen beibehalten, obwohl ich sonst Anhänger der 5ten bin. Ich werde aber versuchen im Rahmen einer größeren geplanten Barbastellaktion einen sauberere Lösung für die FLS zu finden (siehe folgender Abschnitt).

  1. Infinity-Bar vs. „Wunder-Bar“

An diesem Punkt bin ich von Haus aus mit Sicherheit am kritischsten, da ich in optimale Barlösungen selbst schon viel Prozessorkapazität gebunden habe.

http://surfforum.oase.com/showthread.php?t=48526

Inzwischen kristallisiert sich heraus, dass das Konzept das so weit ich weiß HissTec als Erster hatte, der richtige Weg ist. Und auch die Ideen meiner „Wunderbar wurden aufgenommen wenn auch leider nicht bei FS sondern Cab.(Führung der Safety im Depowertampen). Anyway, die Infinity Bar von FS ist weitgehend immer noch die Selbe wie schon beim PS 4 und damit wie ich sie schon im letzten Testbericht beschrieben hatte, dabei wurden nur ein paar der vorhandenen Kinderkrankheiten auskuriert.

http://kitejunkie.com/blog/2009/08/19/psycho-4-testbericht/

Dazu zählt das korrodierende Material des Durchbruchs und des Metallstiftes darin. Bestehen bleiben dagegen der für FS Verhältnisse zu hohe Verschleiß des Depowertampens verursacht durch den nicht immer optimal polierten Durchbruch und den zu hohen Widerstand beim Ausdrehen. Hinzu gekommen sehr scharfkantige Grate, dort wo die Safety Fahrerseitig aus dem Loop trit, diese Stelle ist zum Stand vor 1 Jahr sogar noch schlechter geworden und ist wirklich inakzeptabel. Auch der kleine Alu Block dem die Depower-Flugleinen entspringen hat bei der Safety Durchfürhrung zum Teil einen leichten Grad. Ich kann daher nur jedem empfehlen sich vor der Erstbenutzung mit einem Stück 600er Schleifpapier zu bewaffnen und die genannten Stellen zu polieren.

Hier soll nicht der Eindruck entstehen die Bar wäre Schrott, aber sie bleibt meiner Meinung wegen kleiner Details hinter ihren Möglichkeiten zurück. Auch nicht völlig optimal ist nach meiner Meinung die Ausfürhung der FDS die über eine Art „Bypassleine“ entlang einer der Depowerflugleinen realisiert wurde. Auch wenn ich diese Lösung selber bei meiner Bar im oben verlinkten Beitrag verwendet hatte, gäbe es hier elegantere Lösungen, insgesamt und im Detail, die FS wohl gescheut hat um bei der 100% Funktionsfähigkeit auf Nummer sicher zu gehen.

Weitere Punkte, die mir nach wie vor nicht gefallen, aber eventuell eher Geschmacksache sind, ist die große Breite des Doppel-Depowertampens zwischen den Fingern und der für kleine Leute mit 20 cm eher lange Loop.

Da ich mich aber ungern beschwere ohne eine bessere Alternative anzubieten bin ich bereits dran praktisch alle genannten Probleme mit dem Austausch von ein paar wenigen Teilen zu lösen. Ich werde mich hier im Laufe des nächsten Monats dazu nochmal melden, im Detail.

  • kleinere Breite des Doppeldepwertampens
  • leichtgängiges korrosionsbeständiges preiswertes Lager
  • deutlich kürzerer kompakterer Loop
  • saubere Lösung für die FLS

(Wenn jemand viel Erfahrung mit V4A Schweißen hat, dann kann er mir gerne bei der Verwirklichung helfen)

speed 3 land

  1. Land, Wasser, Schnee

Schnee war mir bisher zu schwer erreichbar, aber auf Land bin ich ihn auch schon gefahren, wo sich die Kombi aus leichtem Tuch extremen Höhelaufeigenschaften, Stabilität und Depower natürlich auch bestens bewähren. Egal ob Buggy oder ATB, es hat Lust darauf gemacht mal wieder öfter an Land zu fahren. Man muss sich mit der Kiste ohnehin nicht unbedingt bei zu viel Wind in den 3.Stock bolzen, um damit Spaß zu haben. 5 knt und ein gut laufendes Landgefährt reichen völlig.

  1. Design vs. Flysurfer

Darüber, lässt sich natürlich immer streiten. Ich finde es für Flysurfer Verhältnisse ganz gut, da gab es schon schlechteres, einzig eine zweite größere Molt für den „Flysurfer“ Schriftzug bzw. für die großen Kites könnte sich FS vielleicht mal gönnen, soll ja inzwischen selbst Händler geben, die das haben 😉 . Der FS Schriftzug wirkt sonst auf den großen Kites etwas poplig. Auf meinem Sonderdesign, was ich die Tage bestellen werde, würde ich deshalb schon dazu tendieren die kleinen Buchstaben die darunter etwas verloren wirken weg zu lassen…

Und das mir hier Keinem in den Sinn kommt, die Farben zu klauen 🙁

speed3-sonderdesign

 

  1. Fazit und Ausblick

Fazit, das für mich in erster Linie wichtigste ist die nochmal enorme Zunahme an Depower die dank ebenfalls deutlich gesteigerter Stabilität in Sachen Windbereich und Sprungperformance auch nutzbar ist.

Ich hätte es vorher trotz meiner Tests einiger Proto-Entwicklungsstufen wirklich nicht geglaubt, dass der Entwicklungsschritt beim Endergebnis des SP 3 nochmal beinahe so groß ist wie von SP 1 zum SP 2. Aber ich dachte auch schon beim SP 1, viel mehr kann doch gar nicht mehr gehen. Ich werde in Zukunft meine Skepsis gegenüber weiteren Entwicklungsleistungen von Armin, Andi und Co beiseite legen und freue mich schon auf eine Weiterführung der Reihe:

2005 Speed 1 wurde zum unumstrittenen Synonym für Lowwindperformance und Hangtime

06/07 Speed 2 stellte zusätzlich in Sachen Einsatzbereich und Höhelaufen bis heute alles in den Schatten

2009 Speed 3 schafft es wieder die Vorgänger in beinah allen Bereichen zu toppen und erschließt Kitern im unteren und mittleren Windbereich noch unbekannte Stockwerke

2012 Speed 4 die Anmeldung des Starts eines SP 4 bei der örtlichen Flugüberwachung wird Pflicht

2015 Speed 5 wird nur noch im Set mit Sauerstoffmaske und Druckanzug verkauft

2018 Speed 6 wird mit einem in die Bar integrierter Computer geliefert, der bei Sprüngen die aktuellen Umlaufbahn der inzwischen fertig gestellten ISS berechnet und die eigene Flugbahn damit abgleicht, um Kollisionen zu vermeiden 😀

Habe ich was vergessen 🙂 ach ja … nochmal zu betonen: der Kite ist INTERGALACTIC !

 

Habe die Ehre

da Bernhard

 

air-style-kiten

Und danke noch an Charles Diehle für die Flugbilder, der Auge in Auge mit dem Tod, furchtlos bis zur letzten Sekunde drauf gehalten hat 😉

 

 

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