Pascal Lohmann wird 8. bei der Kitebuggy EM auf Borkum

Vom 9.-14. September fand auf Borkum die Europameisterschaft im Kitebuggy fahren statt. Rund 60 Teilnehmer aus 12 Nationen kämpften an 4 Renntagen um den Titel. Wie immer ging ich als einziger Depower Pilot an den Start.

Bereits am Donnerstag traf ich mich mit Guntram für die gemeinsame Fährüberfahrt in Eemshaven. Damit blieb mir genügend Zeit zum Trainieren, mein Material optimal vorzubereiten und als netten Ausgleich die letzten Sommertage auf dem Wasser zu genießen.

Borkum ist immer eine Reise wert. Der Strand bietet äußerst abwechslungsreichen Untergrund wie kein anderes Fahrgebiet. Von hart bis weich über glatt bis holprig bis hin zu der ein oder anderen Wasserdurchfahrt bei unbeständigem Wetter wie wir es hatten.

Neben des riesigen Buggystrandes findet man in dem vor der Seehundbank einlaufenden Priel auch perfekte Bedingungen zum Kitesurfen vor.

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Das offizielle Programm startete am Dienstag mit der Einschreibung und Buggyabnahme. Ergiebiger Regen machte das freie Training unmöglich.

Am Nachmittag wurde das Event im Rahmen einer Zeremonie auf der Strandpromenade feierlich eröffnet und der Sport den interessierten Inselbesuchern näher gebracht.

 

Mittwoch:

Der erste offizielle Renntag begann mit viel Wind, der kurzzeitig später wieder eine gehörige Portion Regen bescherte. Große Teile des Fahrebietes waren also erstmal überschwemmt. Als der Regen durchgezogen war hatte die Rennleitung alle Hände voll zu tun einen fahrbaren Kurs zu stecken. Im etwas höher liegenden, hügeligen Strandabschnitt vor der Wasserkante gelang das schließlich.

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Ich entschied mich für den 15er Speed3 an gewohnt kurzen Leinen. Mehrere heftigere Bodenwellen, die kurzzeitig zum Verlust des Bodenkontaktes führten äußerten sich irgendwann in verdächtigem Knacken meiner Vordergabel, was es mir schwer machte Vollgas zu geben. Bei der Zieldurchfahrt als 14. stellte ich eine deutliche Tieferlegung meines Buggys fest – das Lenkkopflager war gebrochen.

Nach dem 20 Minuten Countdown für das nächste Rennen hatte ich leicht frustriert nicht mehr damit gerechnet das nächste Rennen mitfahren zu können – in der Kürze der Zeit erschien es mir unmöglich Ersatz zu beschaffen.

Kurzerhand organisierte Guntram den GPA Sprinter um mir seinen Buggy vom Parkplatz zu holen, während ich den Wechsel der Buggynummern vorbereitete. Letztendlich habe ich es tatsächlich noch rechtzeitig zum Start geschafft und fuhr nach 40 minütiger Renndauer erleichtert als 9. über die Ziellinie.

Ein riesen Dankeschön an Mr. Kitearea für den grandiosen Support!

Da der Wind am nächsten Tag ausbleiben sollte, wurde noch ein drittes Rennen gefahren. Mit besser eingestelltem Buggy und einem für den teilweise weichen Sand passenderen Luftdruck konnte ich das dritte Rennen sogar als 5. beenden.

 

Donnerstag:

Der zweite Renntag war geprägt von Sonnenschein. Wie vorhergesagt reichte der Wind nur gerade so zum herumrollen – internationale Rennen bedürfen einer Windgeschwindigkeit von mindestens 4 m/s.

Bei einem Schnitt von 3,5 m/s wurde gegen die vorherrschende Langeweile im Fahrerlager ein Funrennen gestartet. Einige der Fahrer, mich eingeschlossen, schafften es durch ausbleibenden Druck im Kite nicht rechtzeitig über den schweren Untergrund bis zum Start. Die vorderen Plätze belegten die Leichtgewichte im Fahrerfeld – ich landete knapp in den Top10.

 

Freitag:

Durch das gute Wetter vom Vortag war der Strand so weit abgetrocknet, dass die gesamte Fläche genutzt werden konnte. Auch der Wind war vorerst mehr als ausreichend. Ich entschied mich für den Speed3 in 15m². Ein Teil des Kurses führte durch tiefen Matsch, der wie beim Snowkiten Bergauf nur loopender Weise durchfahren werden konnte. Als 11. hätte ich mehr Druck gut gebrauchen können.

Zum letzten Rennen zeigte der Windmesser nur noch knapp über 4 m/s – also wurde der 19er angeleint. Nach einem sauberen Start lief es im weiteren Verlauf des Rennens richtig gut für mich – es ging immer weiter vor. Besonders der Raumwind brachte mich jede Runde deutlich nach vorn. Finally fuhr ich ganz schön stoked als 2. über die Ziellinie!

Ein drittes Rennen konnte wegen weniger als 4 m/s Windgeschwindigkeit nicht gefahren werden.

In der Nacht zum Samtag regnete es aus Eimern, sodass der sportliche Teil der EM damit nach insgesamt nur 5 Rennen beendet war. In der Gesamtwertung wurde ich 8.

Samstag Abend fand die Abschlussfeier und Siegerehrung im Upholm-Hof statt, die mit einem leckeren 4-Gänge Menü endete.

Vielen Dank an die GPA für die perfekte Organisation!

 

Top10:

1. Malte Lutz (DE)
2. David van Boven (BE)
3. Stephen Schapman (FR)
4. Alexander Behrens (DE)
5. Carl-Lennart Redecker (DE)
6. Arjen van der Tol (NL)
7. Stephan van Bommel (NL)
8. Pascal Lohmann (DE, Flysurfer-Kitejunkie)
9. Benedict Kerker (DE)
10. Rens van Lier (NL)

 

© Fotos Marco Wolf – sonnenzauber.com

 

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