Markus@KWC-SPO-2011

Hier ein ganz persönlicher Bericht von mir zum Kitesurf World Cup in Sankt Peter Ording, bei dem ich diesmal die ganze Woche sein konnte. Leider Ohne Bilder, da meine Pentax hopps gegangen ist…

Die ersten Tage in SPO bestachen durch sehr gutes Wetter, aber leider auch durch recht leichten Wind. Da ich aber stets das Pech hatte, mich immer dann zum Kiten durchzuringen, wenn der Wind völlig einschlief, konnte mich mit meiner Technik nichtmal die 21er Speed 3 mit dem Flyrace retten. Dafür bin ich aber sehr gut im Relaunch von einer Nassen 21er bei 4 Knoten geworden. Nach einigen hundert Metern auf dem Flyrace zolle ich den Ridern, die es beim Race Fahren Respekt. Die Fußstellung ist wirklich ungewohnt und erfordert schon Kraft in den Beinen.

Genau das Beobachten der Races und Mitfiebern mit den Teamkollegen von Kitejunkie und Flysurfer-Teamrider machte dann auch einen Großteil der ersten Tage aus. Vor allem der Kampf von Teamkollegin Christine Bönninger um einen Treppenplatz beim Course Race war super spannend. Dieses Jahr fand ich das familiäre Flair unterhalb der Woche total super, da es zum Fachsimpeln mit Ridern, Herstellern und anderen Besucher einlud. Auf den Flysurfer Partys ließen sich auch Oldschool Idol Toby Bräuer und Christine Böse sehen und es gab reichlich zu trinken.

An einem Abend, an dem ich leider ohne Kitequipment unterwegs war, konnte ich dann neidisch Mischa, Toby und Robert bei einem supergeilen Sundowner (siehe Fotos im Album) beobachten, bei dem eine Menge geiler Jumps abgespult wurden und schließlich noch eine kleine Pfütze am Strand befahren wurde. Leider machte da Toby’s Zeh Bekanntschaft mit einer Scherbe.

Den ersten Tag, an dem dann ordentlicher Wind, aber leider kein so gutes Wetter mehr war, gings dann nach Böhl, um mit meiner Freundin Steffi weiter am Wasserstart zu üben. Da die Windvorhersage steigenden Wind anzeigte, gings mit dem 8er Maori von Kitefactory und der Flydoor L raus. Dieser war ne gute halbe Stunde auch noch sogar für mich ausreichend. Wegen Ebbe wurde das Wasser aber schnell tief, so dass sich die Übungen bei leicht ablandigen Wind auf Bodydraging beschränkten. Dann schlief der Wind ein und ich wünschte, wir hätten die 12er oder 19er Speed mitgehabt… Da auch noch Donner grollte gings die 3km zurück zum Wagen und die Session war schnell vorbei. Am Wagen angekommen und umgezogen, klarte es auf und der Wind kam ebenfalls zurück. Trotzdem haben wir es schmollend für den Tag aufgegeben. Merke: Immer alles mit vor nehmen, wenn der Weg weit ist und kurzer Wetterkapriolen abwarten.

Ein paar Tage drauf war wieder den ganzen Tag Wind angesagt. Diesmal mit Sonne und auflandigem Wind und weniger Fußmarsch dank Hochwasser. Mit der Speed in 12 und der Door gelangen dann auch Steffi nach ein paar Übungen die ersten 50m Fahrt. Als es dann zu Flach wurde hatte ich noch gut eine Stunde Spass. Ich bin immer wieder verblüfft, wie klein sich die neue Door anfühlt.

Den vorletzen Tag der KWC wurde dann der Wind mehr. Diese Chance ließ ich mir nicht entgehen und eilte zum Hauptstrand, um die Unity zu testen. Hier gabs es jedoch krasse Wellen und kaum Platz auf dem Wasser, so dass ich beschloss, zum Südstrand oder nach Böhl zu fahren. Zum Glück bekam ich noch rechtzeitig die Info, das beide Parkplätze unter Wasser standen und alle trockenen Parkmöglichkeiten restlos überfüllt waren. Also blieb ich am Hauptstrand und ging nach etwas zaudern mit dem 12er Unity Deluxe und dem Radical XL raus. Und siehe da, nach etwas Eingewöhnung und einmal Höhe laufen kam ich gut zurecht. Verglichen mit der Speed 3 hat der Unity etwas weniger Grundpower und Haltekräfte, dreht etwas schneller und gewinnt Power aus Bewegung. In Wellen hat man daher mehr die Möglichkeit ihn abzustellen und so die Zukraft drastisch zu reduzieren. Böhen schluckt er super und steht allgemein sehr ruhig am Himmel. Auch beim umgekehrten Walk of Shame (also in Lee) kann man ihn im Zenit stehen lassen und sogar entgegenrennen. Meinen 2. Turn habe ich dann wieder mit der 12er Speed 3 Deluxe gemacht. Hier gelang mit trotz Wellen gleich mit 2 Turns gut einen halben Kilometer Höhe rausgefahren. Soviel, dass ich nichtmal mit Switch-Halsen und Downwindfahren genug Höhe verlieren konnte. Ergo: Ich muss endlich Höher und weiter springen lernen!

Fazit: Insgesamt war es trotz nicht ganz optimalen Kitebedingungen ein super Kiteurlaub. Für meine Wellenskills hat sich das Frühlingsfest in Tarifa echt ausgezahlt und ich freue mich jetzt schon auf eine Rückkehr nach SPO zur Reunion!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.